Ihr Lieben,

das ganze Jahr ein bisschen und im November ganz besonders ereilt mich diese Sehnsucht.

Raus aus der Kälte, raus aus dem grauen Einheitsbrei, weg von all den Erkältungs- und Magen-Darm-Viren, Abstand zu all den Pflichtterminen, raus aus dem Hamsterrad. Die letzten Jahre sind wir immer im Januar oder Februar in die Wärme geflogen, die Vorfreude half ganz immens beim Durchhalten. Jetzt haben wir aber ein schulpflichtiges Kind. Weihnachten selber möchten wir zuhause verbringen, bliebe also noch eine Woche in den Weihnachtsferien, in der man dem Alltag entfliehen könnte. Mensch, habe ich mich auf den Hosenboden gesetzt, als ich die Preise für die Kanaren gesehen habe. Das steht einfach in keinem Verhältnis mehr, vor allem weil es nur eine Woche ist und auch nicht der einzige Urlaub im Jahr. Familienfreundlichkeit wird bei den Reiseanbietern wirklich ganz groß geschrieben…

Vorerst haben wir also nichts geplant und wir müssen die dunkle Jahrezeit irgendwie so durchstehen. Gestern waren wir mit der ganzen Familie in der Sauna – auch ein Stückchen Urlaub.

Umso aufgeregter war ich, als Svenja von Lotte&Ludwig Ende Oktober zum Probenähen für ihr neues Ebook „Fernweh“ aufrief. Ein Spielzeugkoffer bzw. Rucksack für unterwegs, perfekt passend für den Tisch in Auto oder Flugzeug.

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Ich habe für meine Mäuse natürlich gleich zwei genäht, denn die nächste Reise kommt bestimmt. Wir haben unterwegs immer ein riesiges Chaos gehabt. Als wir im September mit dem Zug zu einer Hochzeit in Oberbayern gefahren sind hatten wir eine riesige Reisetasche mit Spielzeug dabei. Jedesmal wenn die Kinder etwas daraus haben wollten mussten wir sie komplett ausräumen, um das Wunschteil zu finden und bei jedem Umsteigen stieg Panik in mir auf, ob alles wieder verstaut war.

DSC_0876„Fernweh“ schafft da jetzt Abhilfe. Zum einen finde ich es sehr praktisch, den Kindern ein Maß beim Packen zu geben – nämlich ihre neue Reisetasche. Das gilt übrigens nicht nur bei Reisen, sondern auch für Restaurant- und Großelternbesuche oder Übernachtungen bei Freunden, wo gerne das halbe Kinderzimmer mitgenommen wird.

DSC_0934Die Tasche lässt sich wie ein Koffer dank des umlaufenden Reißverschlusses komplett öffnen und flach hinlegen, aber auch im 90 Grad Winkel auf Auto- oder Flugzeugtische stellen.

DSC_0901Erklärt wird im E-Book eine Innengestaltung mit Fächern auf der einen Seite für Bücher, Papier und Hefte, auf der anderen Seite mit einem herausnehmbaren Stiftemäppchen und einem Spielzeugbeutel. Der Fantasie sind aber bei der Innengestaltung keine Grenzen gesetzt und im Probenähen sind sogar Arzt- und Puppenkoffer entstanden.

DSC_0882Ich habe zusätzlich ein Sichtfenster für die Fahrkarte (ganz wichtig bei meinen Kindern) und ein mit Klettverschluss abnehmbares Portemonnaie genäht (für das Urlaubsgeld von Oma und Opa).

Fernweh ist zusätzlich zu den normalen Griffen mit Rucksackgurten ausgerüstet, so dass man ihn bequem am Rücken tragen kann.

Das Nähen erfordert etwas Geduld, die das Ergebnis aber auch einfach verdient. Die Anleitung ist sehr detailliert, so dass auch geübte Anfänger damit zurecht kommen.

Meine Materialien, also Stoffe, Gurtband, D-Ringe, Reißverschlüsse, Stylevil und Gurtversteller habe ich alle bei Stoff & Stil gekauft. Die Baumwollstoffe außen habe ich mit Volumenvlies verstärkt und abgesteppt.

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Ich freue mich sehr über unsere Koffer, nicht nur weil sie mich daran erinnern, dass die nächste Reise irgendwann kommt, sondern auch weil sie uns – anders als Kleidungsstücke, die schnell zu klein oder abgenutzt sind – viele Jahre begleiten werden.

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Und dann bin ich noch ganz besonders stolz, dass unsere Taschen es auf’s E-book-Cover geschafft haben. Eine echte Belohnung für dieses unfassbar chaotische Shooting, bei schlechtem Licht und unkooperativen Kindern samt nervöser Mutter. Ich fordere meine Kinder ja nie auf, zu posen, sondern lasse sie grundsätzlich einfach spielen oder Quatsch machen und drücke dabei ab. Am Foto-Abgabetag wurde es dann aber doch hektisch. Wir sind erst um viertel nach vier nach Hause gekommen, es wurde schon dunkel und die Kinder sind einfach immer in verschiedene Richtungen abgehauen. Zum Glück haben wir diese Gartenhütte gefunden, wo es ganz furchtbar interessante Dinge durch die Scheibe zu entdecken gab….

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Ich packe jetzt meinen Koffer, denn morgen wird mein Fernweh zumindest ein wenig befriedigt: Ich fliege bis Freitag nach Berlin und bin dort am Marketing Management Kongress. Da habe ich mich das ganze Jahr drauf gefreut und jetzt habe ich mir doch tatsächlich irgendeinen November-Virus eingefangen und hänge hier mit dickem Schädel. Egal, morgen wird gedoped.

Macht’s gut und lasst die Gedanken in die Ferne schweifen,

eure Elli

Verlinkt bei Kiddikram und Handmade on Tuesday

 

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